Stadt.Land.Mut!

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Viviana und Mark von den Kameradist*innen sind auch Mitglieder in der Seeland-Medienkooperative (e.V.). Schon seit dem Mai 2016 entwickelten sie mit anderen Seeländer*innen (Daniel Kunle, Thomas Knapp, Anett Vietzke) gemeinsam das Dokumentarfilmprojekt Stadt.Land.Mut. und warben Fördermittel ein. Die Dreharbeiten begannen im Mai 2017.

Stadt.Land.Mut ist ein Projekt bei dem zwei Gruppen von Jugendlichen in Berlin und in Feldberg (Mecklenburg) das Filmhandwerk entlang vieler kurzer und langer Workshop erlernen und dabei zugleich ihren eigenen Dokumentarfilm zum Thema „Jugend“ drehen.

Im Projekt beleuchten die Teilnehmer*innen die Bruch- und Haltelinien zwischen Vergangenheit und Zukunft, untersuchen die unterschiedlichen Lebenswelten „Stadt“ und „Land“, erzählen davon, was es bedeutet, jung zu sein und hinterfragen Annahmen wie Nation und geschlechtsspezifisches Verhalten.

Zum Stadt.Land.Mut Projekt erfahrt ihr mehr auf der Webseite von Seeland, u.a. unter diesem Link.

NSU Komplex auflösen!

Gemeinsam mit Kunststudent*innen der Kunsthochschule Weißensee (Berlin) aus der Foundation-class von Ulf Aminde begleiteten wir Kameradist*innen das Tribunal „NSU-Komplex-Auflösen“ in Köln medial in einem Smartphone-Videoworkshop. Das Ergebnis der Arbeit des Workshops sind 20 Videos, welche einen sehr guten Eindruck von der Fülle der Aktionen, Veranstaltungen und Workshops des Tribunals vermitteln. Sie wurden auf dem Youtube-Kanal des Tribunals nach und nach veröffentlicht und wir haben sie euch hier auch zum Anschauen eingebunden. Danke an die Studierenden (ihr seid toll) und an Christina, Ulf und Sebastian (ihr seid auch toll) für das Co-Teaming dieses 140 Gramm Workshops.

Mehr Informationen findet ihr unter den folgenden Links und die Videos erreicht ihr unter dem „Mehr“-Button auch auf dieser Seite.

mobile reporting team: https://mobilereportingteam.wordpress.com/
Tribunal NSU-Komplex-auflösen: http://www.nsu-tribunal.de/

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Spurenb(u)ilder

Kunst

Gemeinsam mit Ulf Aminde (Kunsthochschule Weissensee) werden wir Kameradist*innen beim Tribunal „NSU-Komplex auflösen“ in Köln einen Smartphonevideoworkshop teamen, dessen Teilnehmer*innen die Videoberichterstattung zum Tribunal übernehmen werden.

Das Tribunal wird einen wichtigen Kristallisationspunkt für Meinungen, Ideen und Strategien darstellen, um (strukturellen) Rassismus offen zu legen und migrantisch-situiertes Wissen in der Öffentlichkeit zu stärken. Das Medium Video kann dazu beitragen, die Geschehnisse weit über deren räumliche und zeitliche Verortung hinaus bekannt zu machen.
Dazu werden wir Kurzfilme erstellen, die entlang des Geschehens gedreht, geschnitten und publiziert werden. Das erforderliche Filmhandwerk und Wissen werden wir gleichzeitig vermitteln. Wir werden dabei nur solche Technik einsetzen, die entweder bei den Teilnehmer*innen bereits vorhanden ist (Smartphone, Laptop) oder kostenfrei unter offener Lizenz zur Verfügung steht (Lightworks FREE, XMEDIA Recode).

Die Teilnehmer*innen werden im Ausgang des Workshops nicht „nur“ Filme über das Tribunal erstellt haben, sondern zukünftig in der Lage sein, das Werkzeug Video auch weiterhin für progressive, humane und linke Positionen einzusetzen.

Informationen zu Zeiten und Anmeldung findet ihr hier.

Beyond Katzenbilder

Über Katzenbilder hinaus! Politischer Smartphone-Videoworkshop im Potsdamer Projekthaus / Der Workshop findet vom 26.4 bis 30.4.2017 statt und es sind noch Plätze frei. Anmelden könnt ihr euch formlos unter: kamera[at]projekthaus-potsdam[punkt]de

Dachbewohner

Überraschender Fakt: Etwa jeder zweite Mensch in Mitteleuropa trägt den ganzen Tag eine hochwertige Kamera mit sich herum. Das Smartphone schlägt jede alte Super 8 Kamera in Qualität und Aufnahmedauer um Längen. Neuere Modelle können sich locker mit den DV-Fernsehkameras der frühen 2000er Jahre messen oder übertreffen sie bereits.

Wir haben es ständig zur Hand – das Smartphone. Es begleitet uns bei Demonstrationen, bei politischen Diskussionen mit unseren Mitstreiter*innen, bei der Gemeinschaftsarbeit im linken Projekthaus oder wenn wir einfach so durch unserer Stadt gehen und ein Stück Ungerechtigkeit passieren, das wir nicht länger hinnehmen wollen. Wir haben ständig zur Hand und wir haben es eben auch in der Hand, ob wir unsere Telefone in politische Werkzeuge verwandeln oder nicht.

Video ist der dickste Fisch im Netz. Video hat die höchsten Klickraten in sozialen Netzwerken und geht deutlich schneller viral als Texte oder Katzenfotos. Kein anderes Medium ist fähig, auch komplexe Inhalte schnell und zielsicher zu transportieren. Video kann uns helfen, von den Zielen und Ideen zu erzählen, die wir mit anderen Menschen teilen und von den lokalen und globalen Missständen, die wir bekämpfen wollen. Unsere Webseite muss nicht länger eine Textwüste bleiben. Die nächste Projektmittel würden leichter zu erhalten sein, wenn auch ein Film von dem Projekt erzählt.

Alles könnte so einfach sein. Ist es aber nicht. Denn eine Kamera ist keine Dokumentarfilmer*in und Footage (Filmmaterial) ist noch kein Film.

In einem 5-tägigen Videoworkshop im Potsdamer Projekthaus werden wir deshalb zusammen einen Dokumentarfilm konzipieren, drehen und schneiden und dabei nur solche Technik verwenden, die ihr ohnehin meist bereits zur Verfügung habt: Smartphone, Laptop, Klebeband, Kinderknete und freie Software. Entlang dieser praktischen Arbeit werden wir einen tiefen Einblick in das Filmhandwerk gewinnen. Was jetzt noch wie „Bahnhof“ klingt, wird nach 5 Tagen gesichertes Wissen sein: Fahrten, Einstellungsgrößen, Achsensprung, Techniken der Interviewführung, Subclips, Farbkorrektur und Vieles mehr.

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140 Gramm in Potsdam

Liebe Leute, gemeinsam mit dem Projekthaus Potsdam (Babelsberg) wollen wir 2017 einen neuen Smartphonevideoworkshop auf die Beine stellen, diesmal explizit für Menschen aus sozialen Bewegungen und linken Projekten.

Wir werden uns bemühen, über Förderungen zu ermöglichen, dass die Teilnahme möglichst kostenfrei ist. Wir denken an eine ganze Woche (Unterkunft gibt es im wirklich schönen Projekthaus Potsdam), in der wir gemeinsam einen kurzen Dok-Film konzipieren, drehen, schneiden und publizieren. Wir werden dabei nur Boardmittel verwenden, also Smartphone, Freeware, Knete, Kaugummi, denk dir was. Sinn der Sache ist, alle Teilnehmenden in die Lage zu versetzen, künftig selbst Clips, Berichterstattung und Imagefilme für ihre eigenen Projekte zu ermöglichen und das erworbene Wissen an Andere weiterzugeben.

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Genug für Alle!

Am 27. und 28. Januar 2017 fand in der Zeche Zollverein in Essen die Konferenz für den sozial-ökologischen Umbau statt und gemeinsam mit der Linken Medienakademie (LiMA) organisierten wir Kameradist*innen einen Video-Workshop, dessen Aufgabe es war, die Konferenz in einem Kurzfilm zu erzählen. Genutzt wurden von den Teilnehmer*innen nur Boardmittel, also Technik, die ohnehin zur Verfügung stand wie Smartphones, handelsübliche Laptops und Freeware wie Lightworks-Free.

Herausgekommen ist ein schneller 4-Minuten-Clip, der die Themen der Konferenz veranschaulicht und auch ihren Ort erzählt, die alte Zeche Zollverein, die heute Museum und Tagungsstätte ist. Einfach mal auf Play klicken. Das Konzept des Workshops aus unserer 140 Gramm Reihe ist hier erläutert: 140 Gramm Handy Politics.

Wie beginnen?

Aus München bekamen wir im Winter 2016/17 eine Anfrage zu einem Crashworkshop. Eine Videogruppe wollte sich gründen. Später einmal würden sie uns auch einladen zu einem längeren Workshop, nun aber bräuchten sie erst einmal irgendeinen Start, einen Anfang und die Frage an uns lautete: Habt ihr dafür ein Konzept. Hatten wir nicht. Alle unsere Konzepte waren immer so gebaut, dass ein(e) oder mehrere von uns in der Teamer*innenrolle auftrat(en). Ein Konzept für einen Workshop ohne Teamer*innen – das hatten wir nicht. Also haben wir eines geschrieben. Es orientiert sich ein wenig an dem Konzept der Rollenspiele. Es gibt zwar keine Würfel und keine Einsplusaxt – aber es gibt eine Spielleitung und es gibt Aufgaben. Das Konzept sieht einen selbstverwalteten Ablauf vor, über ein oder zwei Tage, an dessen Ende ein erster eigener Film steht. Sinn des Filmes ist es, weitere Menschen in die neue Videogruppe einzuladen. In München probieren sie das Videorollenspiel in diesen Tagen aus. Wir finden, dass das alle tun können sollten, die das wollen. Deshalb haben wir es hier für euch veröffentlicht: Download pdf!

Das Konzept „Wie beginnen?“ steht unter offener Lizenz und darf beliebig kopiert und weitergegeben werden. Eine Ausnahme zu dieser offenen Lizenz besteht für die Verwendung und Weitergabe für nazistische, faschistische, rechtspopulistische, rassistische, antisemitische, völkische, rechtskonservative, sexistische, homophobe oder andere, ganz ähnlich beschissene Zwecke; In all diesen Fällen ist die Weitergabe und Verwendung strikt untersagt. Wir freuen uns über Feedback, Kritik und Verbesserungsvorschläge unter mail@kameradisten.info

Ohne sie läuft nix

Ende März 2016 trafen sich gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte der Wasserwirtschaft mit uns und drehten und schnitten ihren eigenen achtminütigen Dokumentarfilm. Der Film erzählt vom Wert gewerkschaftlicher Arbeit und lädt Menschen ein, der Gewerkschaft Ver.di beizutreten.

„Ohne uns läuft nix.“ entstand nach dem Empowerment-Ansatz in einem fünftägigen Workshop im Ver.di-Bildungszentrum in Undeloh. Verwendet wurde an Technik nur, was bei den Teilnehmer*innen sowieso vorhanden war: Smartphones, Laptops, freie Software und ein paar Tricks aus Klebeband und Knete (Stativ).

Zum Abspielen empfehlen wir euch, das Video zunächst auf eurer Festplatte zu buffern. Dazu drückt ihr auf „Play“ und dann bald darauf auf „Stopp“ und wartet bis der weiße Balken sich aufgebaut hat. Mit einem genügenden Buffervorlauf drückt ihr dann wieder auf „Play“ und schaut euch das Video an.

Schreibt uns eine Mail an workshops@kameradisten.info, wenn ihr Ähnliches vorhabt. Informiert euch auf unserer Webseite über den 140 Gramm Workshop und andere Empowerment-Seminare.

#Zukunftswoche

Nur mit ihren Smartphones und der freien Version von Lightworks haben die Teilnehmer*innen des Workshops „140 Gramm“ von Kameradistinnen und LiMA bei der #Zukunftswoche diesen Film geschaffen. Kein externer Ton. Keine Aufsatzlinsen. Kein Brimborium. Kein Krimskrams. Nur das kam zur Anwendung, was ohnehin in der Tasche steckte. In nur drei Tagen haben die Teilnehmer*innen des Workshops nicht nur die Grundelemente des Dokumentarfilms absorbiert, sondern auch einen ersten eigenen Film fertig gestellt. Hut ab und Hut wieder auf. mehr