One Word

S

Aus unserem partizipativen Projekt „Sie weichen nicht“ („withstanding the waves“) über die Auswirkungen des Klimawandels im Pazifik ist nun ein Kinofilm hervorgegangen. Wir arbeiten noch an ein paar Farbkorrekturen und an einigen Änderungen an den animierten Credits. Aber im Prinzip sind wir durch.

Nachdem wir die grundsätzliche Dramaturgie des Filmes bereits mit unseren Teilnehmenden auf Majuro entwickelt hatten, dauerte es doch noch einmal ein Jahr, bis der Film fertig geworden ist. Vor allem lag das an der unfassbaren Menge des Materials, das wir von den vielen Workshops auf den Marshallinseln mitbrachten. Fast ein Jahr partizipative Dreharbeit haben uns ca. 420 Stunden Material beschert, dass wir von Januar 2019 bis weit in den Mai sichteten und kategorisierten. Zudem schickten uns unsere Teilnehmer*innen aus der RMI immer noch weiteres Material über die Cloud.

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Brücken bauen

Das Building Bridges Festival fand vom 26. bis 28. Juli 2019 auf dem Oranienplatz in Berlin statt. Der „O-Platz“, wie ihn die Menschen in Berlin nennen, war stets schon ein Ort der Begegnung und er ist geradezu ein Referenzort für die Geflüchtetenbewegung. Hier wurden Kämpfe für die Rechte von geflüchteten Menschen im öffentlichen Raum ausgetragen und auch gewonnen.

Diesmal war der „O-Platz“ ein Festivalort, bei dem Frauen* die feministische Perspektive auf  „Flüchtlingsfragen“ eröffneten und den Diskurs führten, wie man einen intersektionalen Feminismus aufbaut. Das folgende Video entstand als Teil unseren 140 Gramm Konzeptes am Rande der Konferenz mit Unterstützung der Rosa Luxemburg Stiftung.

Migrant voices in social media

Während wir uns noch im Pazifik aufhielten, erreichte uns eine Anfrage aus Deutschland für einen Workshop unseres 140 Gramm Konzeptes, bei dem ein Videofilm von einer Gruppe ausschließlich mit Smartphone und Bordmitteln realisiert wird. Wir baten Daniel und Anett von der Seeland Medienkooperative, diesen Workshop an unserer Stelle durchzuführen. Mit ihren Teilnehmer*innen coverten sie dann das BarCamp der „Young Migrants“ und das tolle Ergebnis könnt ihr euch hier ansehen.

Zuhause

Seit dem 6. Dezember sind wir wieder in Deutschland. Unsere Erlebnisse im Pazifik haben uns stark geprägt. Wusstet ihr, dass die marshallesische Art, guten Tag zu sagen, drei Schreibweisen und drei Bedeutungen hat? Das „Hallo“ der pazifischen Republik lässt sich als „Yokwe“, „Iakwe“ oder „Yakwe“ schreiben und es bedeutet „Hallo“, aber auch „Ich liebe dich.“ oder „Du bist schön wie der Regenbogen.“ Aber, egal wie man das Wort schreibt, bedeutet es immer dasselbe: Hallo, Liebe oder Regenbogenkompliment.

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Einmal jährlich

Einmal jährlich gibt es auf Majuro eine marshallesisches Filmfestival. Unter den dreizehn Einreichungen in diesem Jahr war auch ein Kurzfilm über „Freude“, den die Jugendlichen aus unserem Workshop in Laura erstellten. Er gewann zwar am Ende keinen Preis, holte aber einen tosenden Applaus aus dem Publikum. Hier ist er. „Freude“ vom Laura Highschool Media Team.

Ein knapper Monat

Abgedreht! Heute haben wir aus Majuro (RMI) eine Kopie des gedrehten Materials zu unserer Produktionsgesellschaft „Studio Kalliope“ nach Potsdam (Germany) geschickt. Das kleine Päckchen im Video hat es in sich. Es enthält 8 Festplatten mit jeweils 5 TB Videomaterial und Audioaufnahmen, demnach 40 TB Daten und dazu einen HD-Proxy auf zwei weiteren Festplatten.

Würde man alle Videoaufnahmen ohne Unterbrechung hintereinanderweg anschauen, bräuchte man mehr als zwei Wochen, haben wir mal ausgerechnet. Das Paket macht sich nun auf die Reise nach Hawai. Von dort aus erreicht es ein Postverteilungszentrum in den USA und dann fliegt es über den Atlantik in das kühle Europa, wo es ein DHL-Bote eines grauen Herbstmorgens in etwa einer Woche dann der Maria Kling am Gartenzaun in die Hand drücken wird. Gute Reise, kleines Paket! Mach’ keinen Mist.

Keine Zeit zum Schreiben

Wieder ist viel passiert. So viel, dass wir diesen Blog sehr vernachlässigen. Bis zum Sommer 2018 haben die Teilnehmenden unserer Workshops und wir vor allem viele Interviews und Schnittbilder gedreht. Die Menge des Materials ist enorm. Daneben haben wir kleinere Film-Projekte geschnitten, von denen sich einige in diesem Blog finden (werden). Zusätzlich zu den Workshops auf Majuro übernahm Christina Workshops auf Ebeye. Wir konnten 75 Menschen auf den Marshallinseln in die Filmarbeiten aktiv involvieren, wobei wir die vielen Ratgeber*innen und Helfer*innen gar nicht mitzählen. Das sind stolze 0.14 Prozent der Gesamtbevölkerung, aber vor allem sind es 75 großartige Menschen, die ihre Erfahrungen, Sichtweisen und Ideen in das Projekt einbringen. (*1)

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In einem anderen Land will ich nicht leben

Auch hier auf den Marshall Islands und auf anderen pazifischen Inseln bereitet man sich auf den 8. September vor. Unter dem Motto #RiseForClimate und dem Motto #RiseForPacificPawa (“Pawa” – Pidgin-Englisch für ” Power”) vereinen sich die vielen kleinen Inselstaaten, um sich gemeinsam zu unterstützen und der Welt zu zeigen: wir gehen nicht unter, wir kämpfen. Sie kämpfen für den Klimaschutz, für das Überleben ihrer Inseln und damit verbunden für ihre kulturelle Identität. Wir haben das Vorbereitungstreffen der Umweltorganisation Jo-Jikum gefilmt, die unser lokaler Partner und Teil der globalen Klimabewegung 350.org ist. Das diesjährige Symbol der Aktivitäten ist das Kikonang, eine Art Windrad aus Palmenblättern. Es steht für Bewegung, für erneuerbare Engergien wie Wind- und Solarenergie, für das Kunsthandwerk, das hier eine wichtige kulturelle Bedeutung hat und viele Menschen erinnert es auch ganz einfach an ihre Kindheit, da es ein beliebtes Spielzeug auf den Inselstaaten war und ist. Es ist wichtig, die Klimakrise global anzugehen. Auf den Marshall Islands gibt es keine Industrie, die Menschen hier tragen am wenigsten zur Umweltverschmutzung durch den Ausstoss von Treibhausgasen bei. Sie sind aber die Ersten, die von den Folgen des Klimawandels betroffen sind.

Mehr Infos dazu findet ihr unter diesen Links: https://riseforclimate.org und https://350.org und https://350pacific.org

Perspektiven

Während des zweiten Weltkrieges waren die Marshall Inseln aufgrund ihrer geographischen Lage im Pazifik Schauplatz zahlreicher kriegerischer Auseinandersetzungen zwischen den USA und Japan. Noch heute sind die Spuren davon sichtbar. So findet man auf und um die verschiedenen Atolle die Überreste von Bunkern und Kontrollzentren, gesunkene Schiffwracks und abgestürzte Flugzeuge. Das obere Foto zeigt die Ruinen japanischer Tanker auf der Insel Tarawa im Maloelap Atoll.

Im Video seht ihr ein amerikanisches Flugzeugwrack (vermutlich ein kleiner Bomber), das auf dem Grund der Lagune von Majuro liegt. Es ist zu einem künstlichen Riff für eine Vielzahl von Lebewesen geworden. Ironie der Zeit.

Eine Geschichte von gutem Wasser

Mit unseren Workshops in der RMI unternehmen wir immer wieder kleine Reisen. Die Reise, von der das Video unten erzählt, führt uns auf die Insel Kolol En. Wir begleiteten Jina David, einen Umweltaktivisten und Councelmen. Gemeinsam mit einer Gruppe von Jugendlichen prüfte Jina die Wasserqualität in den Regenspeichern der Insel und lehrte die Jugendlichen zugleich, wie sie zukünftig selbst für sauberes Wasser sorgen können. Jinas Projekt wurde ermöglicht von Jo-Jikum und KIO.

Maloelap calling

Eine Woche lang begleitete unser Teammitglied Christina Schulze ein Forschungsteam um den marshallesischen Wissenschaftler Mark Stege bei ihren Arbeiten auf dem Maloelap Atoll. Von dieser Woche hat sie euch einen kleinen Film mit dem Titel “Stewards of the Environment” mitgebracht, der euch bereits einiges von der Erzählart und den Stimmungen unseres zukünftigen Filmes zu verraten vermag.

Und ganz 13.070 Kilometer entfernt vom Maloelap Atoll komponierte der Potsdamer Musiker Marc Schicker ihrem Video beim Anschauen die Musik auf den Leib. Viel Spaß beim Ansehen und Anhören.

Die Arbeit des Forschungsteams um Mark Stege wurde ermöglicht durch „Unitarian Universalist Service Committee“ und die „Marshall Islands Conservation Society“.

Kamera läuft und läuft und…

Wir sind nach Rita gefahren. Weiter fahren kann man nicht, hier endet Majuros einzige Hauptstrasse. (*1) Von diesem Punkt aus kann man auf die nächsten Inseln des Atolls rüberschauen, die sich rund um die Lagune anordnen. Den Ort haben unsere Workshopteilnehmer Hanson und Ronny für ihr Interview vor der Kamera ausgewählt. Beide sind hier in Rita aufgewachsen, leben jetzt aber im Stadtzentrum („town-town“) von Majuro. Wir bauen das Stativ auf, richten gemeinsam die große Canon ein und checken den Ton. Ok, sind alle bereit? „Audio nimmt auf.“ „Kamera läuft.“ Los geht´s.

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Kickoff-Meeting für Workshops

18. April 2018: Wir haben sehr lange auf diesen Tag hingefiebert, es ist die erste große Infoveranstaltung, um TeilnehmerInnen für unser partizipatives Filmprojekt zu gewinnen. Wir hatten im Vorfeld viel Werbung für dieses Treffen gemacht. Wir haben Anzeigen über Facebook geschaltet, eine Massen-SMS an alle Handybesitzer auf der Insel verschickt. Das Marshall Islands Journal schrieb über uns und Mark war als Gast bei einer Live-Sendung im Radio. Die Stadt war voll mit unseren Flyern und wir hatten bereits für ordentlich Mundpropaganda gesorgt. Doch wie viele Menschen würden am Ende zu unserem Treffen kommen? Wir konnten das schlecht einschätzen und hofften auf das Beste.

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Wie bunte Hunde

Vieles ist seit unserem letzten Eintrag geschehen. Am 2. April bekamen wir unsere Visa und zwar für die Dauer eines ganzen Jahres. Ab diesem Moment konnten wir richtig los legen. Es passiert gerade viel. Heute wollen wir euch kurz über das größte bevorstehende Ereignis berichten, an dem wir gerade auf Hochtouren arbeiten.

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Erster Drehtag

Die erste ernsthafte Bedrohung für die Existenz der Marshall Islands waren Atombomben. 67 (in Worten: Siebenundsechzig!) Kernfusions- und Kernspaltungsbomben zündeten die USA über Teilen „ihres“ ehemaligen UN-Treuhandgebietes. Nicht wenige hier sagen, die neue Bombe, die von außen kommt, wird kaum weniger schlimm sein. Sie reden vom Klimawandel. Er wird das Land nicht verstrahlen. Er wird es verschlingen. mehr

„An Too“ und dreimal Klatschen

Es ist Samstag Abend. Seit unserer Ankunft haben wir viele Menschen kennengelernt und trotz der kurzen Zeit auch schon Freundschaften geschlossen. Einer davon ist Kabuta, ein angehender Pastor, der gerne raucht und ein Bierchen trinkt und uns immer wieder dazu einlädt, mit ihm Kawa trinken zu gehen. Und heute ist es soweit.

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Abatao

Offiziell sind wir noch „Touristen“ und es ist wieder Wochenende. Also machen wir eine „Cultural Tour“ nach Abatao und lernen diese Seite der Insel kennen. Abatao ist die zweite Insel von Nord-Tarawa, und die erste, die nicht mehr über eine Brücke zu erreichen ist. Sie gilt bereits als Outer Island. Ein Vorgeschmack ist sie also auf die anderen abgelegeneren Inseln Kiribatis.

Die Gezeiten lassen es leider nicht zu, dass wir mit einem Boot über die Lagune fahren, also werden wir mit einem kleinen Bus abgeholt, und fahren die uns inzwischen gut bekannte Straße bis zum Flughafen von Bonriki und dann nordwärts über die abenteuerliche Brücke rüber nach Buota, der ersten Insel von Nord-Tarawa. Die Flut setzt ein und das Wasser, das hier unter der Brücke in die Lagune strömt, ist bereits ziemlich tief. Kinder und Jugendliche nutzen die baufällige Brücke als Sprungturm, sich geschickt am Stacheldraht vorbei schummelnd, der wohl genau das verhindern soll. Es herrscht ausgelassene Stimmung überall, es ist eben Wochenende, ein Ausflugstag.

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Unschärferelation

Wir gingen als Team bei Ebbe hinaus. Wir hatten drei Kinder als Pünktchen da draußen ausgemacht. Sie trugen Plastikschüsseln bei sich und saßen auf dem höchsten Punkt in der flachen Lagune. Wir wollten von Nahem sehen, was sie taten, „Mauri“ sagen und ein paar Fotos schießen. Als wir anlangten, sahen wir, dass sie Muscheln im Schlicksand sammelten und immer wieder Erfrischung in den azurblauen flachen Wasserlöchern im Lagunensand suchten. Der Älteste der drei mag sieben Jahre alt gewesen sein, der Jüngste kaum fünf. Wir grüßen: „Mauri“, bekommen aber kaum ein Nicken zur Antwort. Nur einer der Jungen lächelt breit. Wir bücken uns und suchen auch mit. Viviana und die kleine Maira werden rasch fündig.

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Im Prinzip Urlaub

Am 4. Januar 2018 kam unser kleines Team auf dem Flughafen auf Tarawa an. Nach drei Reisetagen waren wir endlich da.

Als die Maschine noch in der Luft war, hatten wir uns die Nasen an den Fenstern plattgedrückt. Inmitten der azurblauen unermesslichen Weite des Pazifik, die wir für Stunden von Fiji aus überflogen hatten, lag da plötzlich tief unten etwas Land. Kreisrund ordneten sich die winzigen Atolle auf der Caldera eines uralten Vulkans an. Kaum vorstellbar, dass dort Platz sein sollte für die Landung des Jets. Doch es war Platz und wir landeten geräuschvoll. Durch die geöffneten Luken schoss die dickste Hitze herein. Nachdem wir die Rollbahn zu Fuß überquert hatten und am Zolltresen schließlich an die Reihe kamen, begannen die jungen Beamten hektisch zu telefonieren. Aus dem Büro des Präsidenten erhielten sie die Auskunft: „Send them all back to Fiji.“ Was war passiert?

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Es geht los

Das Kiribatiprojekt ist unser bislang umfangreichstes partizipatives Filmprojekt. Wir werden unseren dritten Kinolangfilmfilm gemeinsam mit den Menschen der Inseln der Republik Kiribati auf den Weg bringen. Aufgrund des Abschmelzens der Pole und des Anstieg des Meeresspiegels versalzen die Grundwasserbestände zahlreicher Atolle, schlägt das Meer heftiger als je zuvor über die Inseln und droht, sie noch in diesem Jahrhundert zu verschlingen.

Unser Pitching Video (letzter Blogeintrag vor diesem) erzählt euch von unseren Motiven, diesen Film zu machen.

Wieder gibt es kein Drehbuch, keine abzufilmende feststehende Aussage, sondern stattdessen die Suche nach den Geschichten, die wir mit den Menschen vor Ort in einer Vielzahl von Workshop gemeinsam entdecken werden.

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Sie weichen nicht

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Gemeinsam mit Maria Kling vom Studio Kalliope (Potsdam, Babelsberg) arbeiten wir seit Beginn des Jahres 2017 an einem neuem Kinofilm: dem Kiribati-Projekt. Es wird (wieder) ein partizipativer Film sein. Er trägt den Arbeitstitel „Sie weichen nicht.“ Der Film wird gemeinsam mit den Menschen der Inseln der parlamentarischen Republik Kiribati erstellt werden. Kiribati liegt im zentralen Pazifik. Wegen des Abschmelzens der Pole droht der ansteigende Meeresspiegel die Inseln in Kürze zu überschwemmen. Doch die Zukunft der Republik ist immer noch ungeschrieben. Nicht wenige glauben, sie werden unweigerlich versinken. Andere meinen, die Inseln können gerettet werden. Für unser Filmteam ist Kiribati auch ein Symbol, eine Warnung für die Welt. Wenn wir nicht endlich lernen, unseren Planeten mit Respekt zu behandeln, wird er uns allerorts vor unvorstellbare Schwierigkeiten stellen. Die Flut an einem Ort ist die Dürre an einem anderen Ort auf diesem Globus.

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Stadt.Land.Mut!

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Viviana und Mark von den Kameradist*innen sind auch Mitglieder in der Seeland-Medienkooperative (e.V.). Schon seit dem Mai 2016 entwickelten sie mit anderen Seeländer*innen (Daniel Kunle, Thomas Knapp, Anett Vietzke) gemeinsam das Dokumentarfilmprojekt Stadt.Land.Mut. und warben Fördermittel ein. Die Dreharbeiten begannen im Mai 2017.

Stadt.Land.Mut ist ein Projekt bei dem zwei Gruppen von Jugendlichen in Berlin und in Feldberg (Mecklenburg) das Filmhandwerk entlang vieler kurzer und langer Workshop erlernen und dabei zugleich ihren eigenen Dokumentarfilm zum Thema „Jugend“ drehen.

Im Projekt beleuchten die Teilnehmer*innen die Bruch- und Haltelinien zwischen Vergangenheit und Zukunft, untersuchen die unterschiedlichen Lebenswelten „Stadt“ und „Land“, erzählen davon, was es bedeutet, jung zu sein und hinterfragen Annahmen wie Nation und geschlechtsspezifisches Verhalten.

Zum Stadt.Land.Mut Projekt erfahrt ihr mehr auf der Webseite von Seeland, u.a. unter diesem Link.

NSU Komplex auflösen!

Gemeinsam mit Kunststudent*innen der Kunsthochschule Weißensee (Berlin) aus der Foundation-class von Ulf Aminde begleiteten wir Kameradist*innen das Tribunal „NSU-Komplex-Auflösen“ in Köln medial in einem Smartphone-Videoworkshop. Das Ergebnis der Arbeit des Workshops sind 20 Videos, welche einen sehr guten Eindruck von der Fülle der Aktionen, Veranstaltungen und Workshops des Tribunals vermitteln. Sie wurden auf dem Youtube-Kanal des Tribunals nach und nach veröffentlicht und wir haben sie euch hier auch zum Anschauen eingebunden. Danke an die Studierenden (ihr seid toll) und an Christina, Ulf und Sebastian (ihr seid auch toll) für das Co-Teaming dieses 140 Gramm Workshops.

Mehr Informationen findet ihr unter den folgenden Links und die Videos erreicht ihr unter dem „Mehr“-Button auch auf dieser Seite.

mobile reporting team: https://mobilereportingteam.wordpress.com/
Tribunal NSU-Komplex-auflösen: http://www.nsu-tribunal.de/

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Spurenb(u)ilder

Kunst

Gemeinsam mit Ulf Aminde (Kunsthochschule Weissensee) werden wir Kameradist*innen beim Tribunal „NSU-Komplex auflösen“ in Köln einen Smartphonevideoworkshop teamen, dessen Teilnehmer*innen die Videoberichterstattung zum Tribunal übernehmen werden.

Das Tribunal wird einen wichtigen Kristallisationspunkt für Meinungen, Ideen und Strategien darstellen, um (strukturellen) Rassismus offen zu legen und migrantisch-situiertes Wissen in der Öffentlichkeit zu stärken. Das Medium Video kann dazu beitragen, die Geschehnisse weit über deren räumliche und zeitliche Verortung hinaus bekannt zu machen.
Dazu werden wir Kurzfilme erstellen, die entlang des Geschehens gedreht, geschnitten und publiziert werden. Das erforderliche Filmhandwerk und Wissen werden wir gleichzeitig vermitteln. Wir werden dabei nur solche Technik einsetzen, die entweder bei den Teilnehmer*innen bereits vorhanden ist (Smartphone, Laptop) oder kostenfrei unter offener Lizenz zur Verfügung steht (Lightworks FREE, XMEDIA Recode).

Die Teilnehmer*innen werden im Ausgang des Workshops nicht „nur“ Filme über das Tribunal erstellt haben, sondern zukünftig in der Lage sein, das Werkzeug Video auch weiterhin für progressive, humane und linke Positionen einzusetzen.

Informationen zu Zeiten und Anmeldung findet ihr hier.

Beyond Katzenbilder

Über Katzenbilder hinaus! Politischer Smartphone-Videoworkshop im Potsdamer Projekthaus / Der Workshop findet vom 26.4 bis 30.4.2017 statt und es sind noch Plätze frei. Anmelden könnt ihr euch formlos unter: kamera[at]projekthaus-potsdam[punkt]de

Dachbewohner

Überraschender Fakt: Etwa jeder zweite Mensch in Mitteleuropa trägt den ganzen Tag eine hochwertige Kamera mit sich herum. Das Smartphone schlägt jede alte Super 8 Kamera in Qualität und Aufnahmedauer um Längen. Neuere Modelle können sich locker mit den DV-Fernsehkameras der frühen 2000er Jahre messen oder übertreffen sie bereits.

Wir haben es ständig zur Hand – das Smartphone. Es begleitet uns bei Demonstrationen, bei politischen Diskussionen mit unseren Mitstreiter*innen, bei der Gemeinschaftsarbeit im linken Projekthaus oder wenn wir einfach so durch unserer Stadt gehen und ein Stück Ungerechtigkeit passieren, das wir nicht länger hinnehmen wollen. Wir haben ständig zur Hand und wir haben es eben auch in der Hand, ob wir unsere Telefone in politische Werkzeuge verwandeln oder nicht.

Video ist der dickste Fisch im Netz. Video hat die höchsten Klickraten in sozialen Netzwerken und geht deutlich schneller viral als Texte oder Katzenfotos. Kein anderes Medium ist fähig, auch komplexe Inhalte schnell und zielsicher zu transportieren. Video kann uns helfen, von den Zielen und Ideen zu erzählen, die wir mit anderen Menschen teilen und von den lokalen und globalen Missständen, die wir bekämpfen wollen. Unsere Webseite muss nicht länger eine Textwüste bleiben. Die nächste Projektmittel würden leichter zu erhalten sein, wenn auch ein Film von dem Projekt erzählt.

Alles könnte so einfach sein. Ist es aber nicht. Denn eine Kamera ist keine Dokumentarfilmer*in und Footage (Filmmaterial) ist noch kein Film.

In einem 5-tägigen Videoworkshop im Potsdamer Projekthaus werden wir deshalb zusammen einen Dokumentarfilm konzipieren, drehen und schneiden und dabei nur solche Technik verwenden, die ihr ohnehin meist bereits zur Verfügung habt: Smartphone, Laptop, Klebeband, Kinderknete und freie Software. Entlang dieser praktischen Arbeit werden wir einen tiefen Einblick in das Filmhandwerk gewinnen. Was jetzt noch wie „Bahnhof“ klingt, wird nach 5 Tagen gesichertes Wissen sein: Fahrten, Einstellungsgrößen, Achsensprung, Techniken der Interviewführung, Subclips, Farbkorrektur und Vieles mehr.

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140 Gramm in Potsdam

Liebe Leute, gemeinsam mit dem Projekthaus Potsdam (Babelsberg) wollen wir 2017 einen neuen Smartphonevideoworkshop auf die Beine stellen, diesmal explizit für Menschen aus sozialen Bewegungen und linken Projekten.

Wir werden uns bemühen, über Förderungen zu ermöglichen, dass die Teilnahme möglichst kostenfrei ist. Wir denken an eine ganze Woche (Unterkunft gibt es im wirklich schönen Projekthaus Potsdam), in der wir gemeinsam einen kurzen Dok-Film konzipieren, drehen, schneiden und publizieren. Wir werden dabei nur Boardmittel verwenden, also Smartphone, Freeware, Knete, Kaugummi, denk dir was. Sinn der Sache ist, alle Teilnehmenden in die Lage zu versetzen, künftig selbst Clips, Berichterstattung und Imagefilme für ihre eigenen Projekte zu ermöglichen und das erworbene Wissen an Andere weiterzugeben.

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Genug für Alle!

Am 27. und 28. Januar 2017 fand in der Zeche Zollverein in Essen die Konferenz für den sozial-ökologischen Umbau statt und gemeinsam mit der Linken Medienakademie (LiMA) organisierten wir Kameradist*innen einen Video-Workshop, dessen Aufgabe es war, die Konferenz in einem Kurzfilm zu erzählen. Genutzt wurden von den Teilnehmer*innen nur Boardmittel, also Technik, die ohnehin zur Verfügung stand wie Smartphones, handelsübliche Laptops und Freeware wie Lightworks-Free.

Herausgekommen ist ein schneller 4-Minuten-Clip, der die Themen der Konferenz veranschaulicht und auch ihren Ort erzählt, die alte Zeche Zollverein, die heute Museum und Tagungsstätte ist. Einfach mal auf Play klicken. Das Konzept des Workshops aus unserer 140 Gramm Reihe ist hier erläutert: 140 Gramm Handy Politics.

4. Festival delle Terre (Urupia)

„Ohne Rast. Ohne Eile.“ läuft am 27.8.2016 ab 22.15 Uhr mit italienischen Untertiteln auf dem 4° FESTIVAL DELLE TERRE di URUPIA  im Wettbewerb. Wir freuen uns sehr. Wer dabei sein will, hier findet sich eine Wegbeschreibung in die Kommune Urupia: Link.

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